Ich habe Manfred getroffen.
02.05.2009 . 0 Kommentare
Gestern war ich mit ein paar Freunden in der Stadt. Die anderen haben viel Bier getrunken. Ich zwar auch, aber allein. Deswegen hat mich wahrscheinlich Manfred angesprochen. So nannte er sich. Zuerst habe ich Homosexualität geahnt, doch dann hat er mir erzählt, dass er von seiner Frau geschieden ist, mit der er drei Söhne zur Welt gebracht hat. Aber einen davon mit einer anderen Frau.
“Geschieden,” dachte ich “also doch schwul. Aufpassen, Roland!”
Aber Manfred sagte irgendwann:
“Ich bin doch nicht schwul.”
Manfred sagte auch, dass sein Erziehungsprinzip ganz einfach ist: seine Söhne müssen immer 2 Meter vor ihm gehen und er lenkt von hinten. Ich habe da kurz an Minenfelder gedacht und laut gekichert. Dann habe ich mich geschämt und bin sicherheitshalber rot geworden. Außer dem Kichern und dem Rotwerden hat Manfred aber nichts gemerkt.
Später, so gegen halb drei, haben wir uns dann verabschiedet, denn ich wollte Manfred nicht mit nach hause nehmen.
Jetzt erstmal ausschlafen.

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