Maradonna und die linke Zecke
01.07.2010 . 0 Kommentare
Schon wieder war ich länger nicht hier. Aber diesmal waren andere Schuld: Ich steckte zwischen Baum und Borke und wurde dort gegen meinem Willen für mehrere Monate festgehalten und immer wieder auf’s übelste beschimpft:
“Du Käfer, Du!”
Die Kafkaesken unter Euch wissen wovon ich rede.
Doch hier soll es nicht länger um mich gehen, nicht schon wieder. Ich schreibe, weil zwei andere Herren es verdient haben: Herr Wulff und Herr Gauck. Ist es nicht gruselig, wie die Schraubzwinge der ekelig Rechten und bedürftigen Linken die Parteien der Mitte in der Mitte zwischen ihren dicken Backen so fest im Griff hat, dass nichts mehr geht? In dieser kleinen Metapher findet sich übrigens kein Platz für die Gelben; aber wo gibt es den eigentlich noch.
Hier im Wald sind sie jedenfalls auch nicht.
Ich bin geflohen und nun auf der Flucht vor meinen Peinigern, verstecke mich hoffentlich gut genug in diesem Wald. So hatte ich kürzlich genug Zeit, um mir ein altes Gedicht erinnern zu lassen, das so geht:
Blätter, am Ende verzweigt Euer Vater
Wurzeln, ihr krallt bis zum Ende in Mutter
Kronen, zu viele für’s Reich
Die Lichtung erreiche ich gleich
(unbekannter Autor)
Während ich vermutlich noch immer gesucht werde, schreibe ich Euch übrigens auf einem iPad. Das habe ich heute morgen am Waldrand aus einem offenen Audi Cabrio geklaut, dessen Herrchen hier parkte um mit der Liebe seines Lebens eine Runde Gassi zu gehen. Als Ersatz habe ich ihm eine alte Radkappe ins Auto gelegt, die ich aus dem Waldsee gefischt hatte. Den Unterschied bemerkt er vermutlich sowieso nicht.
Doch zurück zu den beiden Unstreithähnen:
Der Gauck ist ja wie die Griechen: Er erntet viel Sympathie und keiner hätte etwas dagegen wenn er weitergekommen wäre. Aber das daraus nichts geworden ist, wundert auch niemanden.
Beim Wulf ist das wie bei den Argentiniern. Das sind die klaren Favoriten, die aber am Ende nur gewinnen, weil ein kleiner, alter, dicker Mann das unbedingt will. Ein Mann, der sich ab und zu sogar mit Gott verwechselt.
Gregor Gysi hat es wieder allen gezeigt.
Einen Tag später wir es zu einer medialen Katastrophe: Alle finden im TV immer noch alles super, für keinen lief irgendetwas ansatzweise schief und erst wenn es weh tut, wird jähzornig zurückgeschlagen.
Der einzige für mich, der noch Spaß macht ist Horst Seehofer. Ganz im ernst.
Da ich allerdings nicht weiß, wie lange ich hier noch im Wald versteckt stecke, darf ich es mir natürlich auch nicht mit den Grünen Mist! Ih höre Stimmen undHunde. SIekommen. Ich muss

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