www.dsds.de kann gesperrt werden
09.05.2009 . 0 Kommentare
Kürzlich habe ich wieder mit Frau Merkel gesprochen, aber dazu später mehr.
Jedermann ist ja Freund von Redefreiheit und meint damit auch das geschriebene, leise Wort. Seit 1994 auch im Internet. Seit einigen Tagen diskutieren die Kaiser Europas darüber, ob die Redefreiheit der leisen Wörter im Internet aufgehoben wird, und nur noch Internetseiten angezeigt werden können, die die Polizei erlaubt.
Nicht schlimm, denn das meiste, was die Polizei erlaubt, ist ja gut. Z.B. 50 fahren, rauchen oder privat pokern. Aber auch Abbiegen mit Schulterblick, Anrufen ohne Anzeige der Rufnummer und abends das anziehen, was man morgens versprochen hatte. Was spricht denn dann noch dagegen, also gegen Zensur, außer radikale Verfechtung der Freiheit im allgemeinen.
Mit etwas Glück nimmt der Schäuble, das ist der deutsche Oberkommissar, dann auch sofort DSDS ins Visier, denn der Spiegel hat etwas herausgefunden: Bei Deutschland sucht den Superstar geht es garnicht um langfristigen Erfolg, sondern der Bohlen will immer nur flott an den Mädels vorbeikucken.
Und warum gewinnen dann immer die Jungs? Ich glaube das ist ganz einfach: damit sich die Mädels beim nächsten Mal noch mehr anstrengen oder noch weniger anziehen; oder das, was sie morgens versprochen hatten. Dem Bohlen oder sonstwem.
Sollte der Meteor, der Europa zurzeit in bedrohlicher Nähe umkreist also tatsächlich einschlagen, darf er gerne DSDS treffen. Doch wo ist das? Ich hab’s gefunden. Wenn Ihr mich fragt:
“Nicht schlimm, dass es in Frankreich ist. Die haben mir in den vergangenen Tagen sowieso zuviele Atombomben herumgeschmissen.”
Fazit
Hört auf zu demonstrieren, denn die Polizei – Dein Freund und Helfer – meint es echt nur gut mich Euch. Und wenn Ihr die ärgert und die richtig sauer werden, holen die Ihre Wasser-, Flammen- und Sonstwas-Werfer. Ihr habt dann klitschnasse oder verkohlte Socken, könnt damit nicht auf dem Sofa sitzen und dem Bohlen zukucken, wie er den nackten Dingern zukuckt, die eh nicht gewinnen können.
PS (in eigener Sache): Geschätzer Herr Schäuble, in meinem letzten Gespräch mit Frau Merkel hat diese mir gesagt:
“Schreiben Sie doch in Ihrem Weblog – oder wie das heißt – was Sie wollen, Herr Komet.”
Also hoffe ich, dass das so in Ordnung ist und Sie die Polente nicht bei mir vorbeischicken und meine schöne Internetseite sperren, nur weil ich nichts dagegen habe, dass man Ihnen vielleicht den letzten Grund nimmt, einmal so richtig viel Spaß zu haben. Abends auf dem Sofa. Nackt oder sonstwie.

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