Zweiter Aufschlag für die Stasi?
11.05.2009 . 0 Kommentare
Im Fernsehen sieht man es ja immer wieder: das mit dem dritten Reich hat nicht geklappt. Und kurze Zeit später hat die DDR dann auch versucht, doof zu den Bürgern zu sein. So ganz lange hat das auch nicht gehalten. Zumindest keine 1000 Jahre. Und als könnte man aus den Fehlern anderer nicht lernen: nun versucht unser Tennis-Club doof zu sein. Mitgliedern wird unter Androhung massiver Strafen so einiges abverlangt. Das bekommen die – ich bin ja heute ausgetreten – kurz und knapp per E-Mail mitgeteilt. Ich aber nicht. Ich bin ja ausgetreten. Heute. Ich höre Sie schon rufen:
“Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen.”
Dann heißt es plötzlich:
“Wir bauen eine Mauer, damit keine Unmitglieder auf die Anlage können.”
Und dann:
“Wer abhaut wird erschossen.”
Dabei gibt es in dem Verein, in dem ich ja jetzt nicht mehr bin, jede Menge Mitglieder, bei denen ich froh wäre, wenn die weglaufen würden, denn dann müsste man das ja selbst nicht mehr tun. Weglaufen, meine ich. Und andere sind in dem Tennisverein, als wäre ich in einem Astronautenverein. Also artenfremd. Dabei will ich nichtmal ausschließen, dass ich nicht das Talent zum Astronauten hätte, nur die Übung fehlt mir einfach.
In die Kündigung habe ich natürlich reingeschrieben, dass ich aus privaten Gründen leider(!) kündigen muss, da mich ein Schäferhund gebissen hätte und mir nun der Wadenmuskel repariert werden muss. Wenn man denen die Wahrheit sagt, drehen die in ein paar Jahren sonst noch so einen Walküre-Film über einen, weil es dich plötzlich in einen Hinterhof verschlagen hat.
Da ist mir die Version mit dem Schäferhund doch irgendwie lieber. Oder hätte ich besser Bernhardiner schreiben sollen. Oder Cujo.

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